Die Zahl der Harnsteinerkrankungen hat sich innerhalb der vergangenen zehn Jahre verdreifacht: Heute ist fast jeder 20. Bundesbürger einmal oder mehrfach im Leben betroffen. Männer erkranken deutlich häufiger als Frauen, Kinder eher selten. Etwa 1,2 Millionen Patienten werden jährlich wegen Harnsteinen behandelt.

Steigendes Übergewicht in der Bevölkerung, das gleichzeitig zu einer Zunahme von Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen führt, gilt als eine Ursache des Anstiegs der Harnsteinerkrankungen.

Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen. Je nach Lage spricht man unter anderem von Nierensteinen, Harnleitersteinen und Blasensteinen.

Blasensteine entstehen meist aufgrund von Blasenent- leerungsstörungen, also zum Beispiel durch eine vergrößerte Prostata mit Restharnbildung. Symptome können Schmerzen beim Wasserlassen, wiederholter Abbruch des Harnstrahls oder Blut im Urin sein. Nieren- und Harnleitersteine treten meist infolge von falscher Ernährung oder Stoffwechselstörungen auf.

Prävention ist möglich.

  • Achten Sie auf ausgewogene Ernährung (kein Fast Food, denn das enthält viel Eiweiß und Kochsalz).
  • Bauen Sie Übergewicht ab.
  • Sorgen Sie für körperliche Bewegung.
  • Regelmäßiges, ausreichendes Trinken ist wichtig.
  • Verzichten Sie dabei möglichst auf zuckerhaltige Erfrischungsgetränke.
  • Denken Sie bei der Prophylaxe auch an Ihre Kinder, die bekanntlich eine Vorliebe für Fast Food und Softgetränke haben.

 

Quelle: Ratgeber zur Prävention urologischer Erkrankungen, Hrsg. DGU und BDU e.V. 2012